18 · 07 · 2019

Meine 10 Tipps für Brautpaare während der Hochzeitsplanung / Teil 1

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Wie der ein oder andere vielleicht mitbekommen hat, habe ich in diesem Jahr selbst geheiratet. Ich schwebe noch jetzt in einer rosa Wolke, wenn ich an unseren Hochzeitstag zurückdenke :). Wenn ich ihn in 3 Worten beschreiben müsste? Er war unglaublich emotional, harmonisch und wunderschön. Es hat einfach alles gepasst. Wir hatten jede Menge Spass und hatten viel Zeit für Familie und Freunde. Er ist auch gar nicht an uns vorbei gerauscht, wie viele Paare ihren beschreiben würden. Wir haben ihn als langen Tag wahrgenommen, an dem wir uns um nichts kümmern und ihn einfach geniessen konnten.

In den letzten Jahren habe ich sehr viele Hochzeiten fotografiert und dadurch natürlich so einiges erlebt und viele Erfahrungen gesammelt. Bei der eigenen Hochzeitsplanung konnte ich so schon auf viel Know-how zurückgreifen. Dieses Privileg hat natürlich nicht jedes Brautpaar. Sehr gerne möchte ich daher mit euch meine Top 10 Tipps für die Hochzeitsplanung teilen, die ich an meinem Hochzeitstag genauso wieder machen würde.

Disclaimer: Jedes Brautpaar ist natürlich individuell und bringt andere Voraussetzungen, Wünsche und Vorstellungen mit. Dies sind meine persönlichen Erfahrungen und mögen euch als Inspiration dienen.

1. Rechtzeitig mit der Planung anfangen

Martin hat mir den Antrag Ende Januar 2018 in unserem Neuseeland-Urlaub gemacht. Geheiratet haben wir Mitte Juni 2019. Somit hatten wir knapp 1,5 Jahre Zeit für die Planung und waren bis in der letzten Woche vor der Hochzeit nie gestresst (etwas Hektik vor der Hochzeit lässt sich glaube ich nie umgehen, daher waren wir sehr froh, dass wir 1 Woche vorher und 1 Woche nachher frei hatten…). Die Planung hat uns beiden sehr viel Spass gemacht. Ich glaube auch deshalb, weil wir rechtzeitig angefangen und die vielen Aufgaben schön über die vielen Monate verteilt haben. Das war auch wichtig, da Martin Spass beim planen hatte, es aber nicht zu viel Hochzeitsplanung auf einmal werden durfte…

2. Einen guten Mix aus Selbstgemachtem und dem Abgeben von Aufgaben finden

Ich staune immer wieder ab Paaren, die an Hochzeiten alles selbst machen, bis in jedes kleinste Detail. Das ist fürs Auge natürlich ein ganz besonderer Genuss. Für uns war es wichtig, dass wir bei einzelnen Details unsere persönliche Note einfliessen lassen konnten (so haben wir z.B. die Wachssiegel auf unseren Einladungs- und Menükarten selbst gegossen, das Konzept sowie alle Details und Dienstleister mit sehr viel Hingabe ausgewählt und unseren Hochzeitstanz selbst einstudiert). Das Design unserer Einladungskarten, Menükarten etc. sowie der Auf- und Abbau am Hochzeitstag, haben wir in die Hände von Spezialisten gelegt. Für uns stand das Geniessen und die entspannte Vorfreude an erster Stelle.

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Insgesamt kann ich nur empfehlen, sich frühzeitig ein realistisches Bild der bevorstehenden Pläne (Alltag, Arbeit,…), Wünsche und Vorstellungen zu machen. Kann man diese selbst bewältigen, hat man Unterstützung von Familie, Freunden, Trauzeugen etc. oder eben nicht bzw. eher weniger? Was sind die Vorstellungen im Hinblick auf das Zeitinvestment in die Hochzeitsplanung von beiden Seiten? Martin und ich hatten hier zum Glück eine ähnliche Vorstellung davon und die Zeit, viele Bereiche der Planung selbst zu organisieren und zu übernehmen. Je nach eigener, zeitlicher Situation lohnt es sich, einen Wedding Planner zu engagieren, um Stress, Ärger und vielleicht sogar Streit zu vermeiden.

3. Dienstleister nach Empfehlungen auswählen

Da ich ja selbst in der Hochzeitsbranche tätig bin, fiel uns die Auswahl der Dienstleister leicht. Bereits bevor ich den Antrag bekam wusste ich, welche Band bei uns eines Tages spielen sollte (glücklicherweise genau nach Martins Geschmack, das wusste ich auch damals schon, als ich sie bei einer Hochzeit singen und Keyboard spielen hörte…) und wer den Brautstrauss machen würde.

Da eure Hochzeitsdienstleister zumeist gut in der Branche vernetzt sind, so fragt diese doch am besten, wen sie empfehlen würden. Es ist so viel Wert jemanden zu buchen, mit dem jemand anderes schon gute Erfahrungen gemacht hat… letztlich heiratet ihr nur einmal und da sollte alles stimmen!

Falls ihr keine Connections habt, so lernt die Dienstleister vor der Buchung kennen und macht euch ein persönliches Bild von ihnen, z.B. inkl. Geschmacksproben von Torten, Vorsingen der Band, Zeigen-lassen einer Hochzeitsreportage etc.

4. Sich über die Prioritäten klar werden und danach Entscheidungen treffen

Für uns stand das Essen an erster Stelle. Wir sind beide Genussmenschen und daher sollte das Essen etwas besonderes werden. Wir wählten unsere Location daher auch nach dem Essen aus, d.h. testeten verschiedene Locations, bevor wir buchten. Wir wurden auch in keinster Weise enttäuscht, sondern sind jetzt noch hin und weg, wie absolut perfekt die Küche unser Menü für 86 Gäste hinbekommen hat. Und auch unsere Gäste schwärmen noch immer von unserem 4-Gänge Menü…

Wichtig für uns waren natürlich auch die Hochzeitsfotos. Die Recherche nahm recht viel Zeit in Anspruch, da wir genaue Vorstellungen hatten. Als Hochzeitsfotografin wusste ich selbstverständlich genau, welche Farbtöne und Qualität es sein sollte… Zum Glück gefällt Martin mein Fine Art Stil sehr, weshalb es nahe lag, dass wir uns einen Fine Art Fotografen, mit einem ähnlichen, lichterfüllten Stil, wünschten.

Viel nachgedacht haben wir über die Priorität der Ringe. Letztlich haben wir uns für ganz einfache, goldene Ringe ohne Diamanten entschieden, die auch im Alltag praktisch sind. Entscheidend war für mich der Hinweis einer Verkäuferin, die sagte: “Wissen Sie, einen diamantenbesetzten Ring, können Sie sich immer noch als Ansteckring zum 10. Hochzeitstag dazu kaufen. An einem einfachen Ring, werden Sie immer Freude haben und Sie können ihn auch immer tragen, ohne sich Gedanken zu machen, einen Stein zu verlieren”.

Auch war es uns sehr wichtig, keine Dinge zu kaufen, welche wir nach der Hochzeit nicht mehr gebrauchen konnten. Daher wählte ich elegante, aber im Grunde einfache Schuhe aus, die ich nun auch weiterhin im Sommer im Alltag tragen kann. Als Brautmantel für den Morgen suchte ich mir einen weissen, längeren Baumwoll-Mantel zum Zubinden aus (ohne Aufschrift oder ähnliches), den ich in diesem Sommer bereits mehrfach an kühlen Tagen nach dem Aufstehen oder am Abend getragen habe. Martin entschied sich für einen schlichten Anzug, den er weiterhin im Geschäft oder an Feiern tragen kann.

5. Mieten statt kaufen

Es gibt so vieles, das ich mir dank Pinterest und co. plötzlich unbedingt wünschte. Es war ein wahrer Spagat zwischen brauchen wir das, oder eben doch nicht? Im Nachhinein sind wir sehr froh darüber, haben wir einen Grossteil unseres Mobiliars und der Dekoration gemietet. So waren viele Wünsche möglich, die wir uns sonst eher nicht erfüllt hätten. Auch sind wir nun froh, keine Zeit darauf investieren zu müssen, Dinge wieder zu verkaufen… Wir haben uns für eine Dekorateurin entschieden, die über ein breites Spektrum an Mietmobiliar verfügt. Sie hat das Mobiliar zur Verfügung gestellt, sich um den Auf- und Abbau der Dekoration bei der Trauungslocation und im Bankettsaal sowie um die Floristik gekümmert und sogar die Candy Bar aufgestellt und befüllt. So mussten wir, unsere Trauzeugen und Gäste sich in dieser Hinsicht um nichts sorgen. Wir mussten die Sachen einfach nur auswählen – gemütlich an einem Nachmittag bei ihr zu Hause bei Kaffee und Tee :).

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6. Erwartungen wecken

Es war unglaublich schön zu sehen, wie sich an unserem Hochzeitstag jeder unglaublich viel Mühe gab und sich besonders schick machte. Mit unseren detailverliebten Einladungskarten kreierten wir bereits eine gewisse Erwartung an unseren Hochzeitstag und auch mit unserem Dresscode, den wir mit Bildern auf unserer Hochzeitswebsite illustrierten, setzten wir einen bestimmten Massstab. Da machte sich automatisch jeder Gedanken… Unser Hochzeitstag war am Ende genauso elegant, wie wir ihn uns gewünscht hatten.

7. Ein Highlight kreieren

Für Martin und mich stand von Anfang an fest, dass wir eine Hochzeitstorte aus Käselaiben wollten. Wir beide sind Käseliebhaber und so wählten wir jede Etage in einer Käserei in Zürich selbst aus. Unsere Gäste fragten wir im Rahmen der Online-Anmeldung über unsere Hochzeits-Website, ob sie lieber Käse zum Dessert oder ein süsses Dessert wollten (gleiches mit Vorspeise und Hauptgang zu vegetarisch oder Fisch/Fleisch). Als es dann Zeit fürs Dessert war, wurde die Käsetorte hinein gefahren, welche Martin und ich anschnitten. Anschliessend wurde das süsse Dessert serviert und die Gäste, welche Käse bestellt hatten, standen auf und holten sich Käse von unserer Käsetorte. Dazu wurde Trüffelhonig und verschiedene aromatisierte Honigsorten aus Lavendel, Pfefferminz und Orange serviert. Die Gäste erfreuten sich am Käse den ganzen Abend hindurch. Wir hatten auch Käsepapier besorgt, da wir wussten, dass wir genug Käse für alle haben würden. Den Käse erhielten die Gäste dann mit auf den Heimweg (unser Gastgeschenk) und hatten somit auch die nächsten Tage noch einen Leckerbissen von unserer Hochzeit bei sich zu Hause.

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Ein weiteres Highlight war unser selbst einstudierte Hochzeitstanz (Youtube macht’s möglich), d.h. ein Walzer auf “Hear You Me” von Jimmy Eat World. Ein Lieblingslied von Martin und eines, das mich gleichzeitig an meine Kindheit zurückerinnert, wo ich “A Cinderella Story” mit meiner Schwester hoch und runter geschaut habe (es ist das Highlight-Lied zum Schluss vom Film).

8. Zwei Gästebucher und einen Photobooth

Dass wir einen Photobooth inkl. Drucker wollten stand für uns schon früh fest. Dieser sorgt einfach immer für gute Unterhaltung und dabei entstehen auch tolle Momentaufnahmen, wo die Gäste die Erinnerungen direkt mitnehmen können.

Für unser Gästebuch hatten wir uns ebenfalls schon frühzeitig umgeschaut. Wir wollten eines, in welchem ein oder mehrere Foto(s) hinein geklebt werden konnten und ein gewisses Raster mit lustigen Fragen bestand (à la Freundesalbum). Ein grosses, leeres Gästebuch kam für uns nicht in Frage, da wir selbst nie wussten, was wir reinschreiben sollten (da halfen auch Gedichtebücher nichts: Diese kann man im Partylicht zumeist ohnehin nicht gut lesen).

Eine Woche vor der Hochzeit ging ich noch kurz zu Bookbinders, da ich noch etwas zum Hineinlegen unserer Traurede brauchte. Zufällig fielen mir die kleineren Gästebücher ins Auge und da dachte ich an die Vielzahl an Fotos, die an so einem Abend mit dem Photobooth entstehen und häufig an Hochzeiten irgendwo rumliegen und doch nicht mitgenommen werden. Ich bestellte also eines dieser kleineren, leeren Gästebücher als Scratchbook (inkl. personalisierter Gravur auf dem Cover) für unsere Hochzeit. Dies stellte sich als absoluter Glücksgriff heraus: Die Gäste klebten fleissig Fotos ein, zeichneten mit Stiften Herzchen, nutzten die Sticker und stempelten mit diversen Hochzeitsmotiven. Es ist so schön, nun ein klassisches Gästebuch zu haben, das alle Gäste zeigt und lustige Sprüche enthält. Und gleichzeitig eines, wo völlig verrückt und chaotisch Bilder eingeklebt wurden.

9. Der Entscheid Hochzeitsvideo

Wir haben lange überlegt, ob wir ein Hochzeitsvideo zur Fotografie-Leistung dazu buchen wollten. Irgendwie schon eine tolle Erinnerung, wo die Emotionen nochmals besonders gut zur Geltung kommen. Martin meinte von Anfang an, nein das brauchen wir nun wirklich nicht auch noch. Ich habe da schon länger mit mir gehadert und die Vorstellung gefiel mir nicht, dass unsere Traurede nicht aufgenommen werden würde (das können Bilder nun wirklich nicht alleine wiedergeben). Ich hatte bereits mit dem Video abgeschlossen, als wir durch eine Freundin auf die Idee kamen, zwei GoPros zu mieten, auf ein Stativ zu stellen und während der Trauung laufen zu lassen. So hatten wir gleich zwei Perspektiven: Eine von vorne und eine von hinten… Auch am Abend wurden die beiden GoPros eifrig von unseren Gästen eingesetzt, die kleine Clips bis zum Schluss beim Tanzen drehten.

10. Die Auswahl der Trauzeugen

Unsere Auswahl hätten Martin und ich nicht besser treffen können. Wir wählten meine Schwester und seinen besten Kollegen. Unsere Trauzeugen entpuppten sich als wahre Koordinations- und Organisationstalente. Am Tag selbst managten sie den Ablauf souverän, organisierten die Gruppenaufnahmen perfekt, stellten sicher, dass die GoPros funktionsbereit waren und bauten den Photobooth auf. Unterstützt wurden sie von meinen Brautjungfern, die ebenfalls stets schauten, dass die Gäste wohl umsorgt waren. So konnten wir den Tag von A bis Z geniessen und hatten jede Menge Zeit für Familie und Freude.

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Fazit

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinen Tipps einige Inputs und Inspiration für eure eigene Hochzeisplanung geben und wünsche euch ganz viel Spass bei der weiteren Planung und ein wunderschönes Hochzeitsfest!

Drei Tipps möchte ich euch zum Schluss noch mit auf den Weg geben:

  1. Lasst euch von der Hochzeitsvorbereitung nicht verrückt machen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten… und der ein oder andere will mitreden. Letztlich ist es euer Tag und dieser muss für euch stimmen!
  2. Nehmt den Hochzeitstag wie er ist, saugt jede Sekunde in euch auf, geniesst die Schönheit, die ihr kreiert habt und die Liebe, die diesen Tag umgibt. Also: Geht am besten alles langsam an (Kuss, Ringtausch, Anschneiden der Torte…) –> so können auch eure Gäste jeden Moment besonders gut miterleben und eure Fotografin/euer Fotograf wird euch dankbar sein.
  3. Und ganz wichtig: Gebt am Hochzeitstag selbst alles in die Hände anderer: Jetzt ist es Zeit, diesen Moment, auf den ihr so lange gewartet habt, zu geniessen!

Das Team

Trauung & Apéro: Schloss Bürgeln, Schliengen
Feier: Alte Post, Müllheim
Fotografien: Die Hochzeitsfotografen
Band: Dein Hochzeitsgesang
Dekoration & Floristik: Platzwechsel
Brautstrauss, Blumenarmbänder, Anstecknadel: Tabe Maria-Lisa
Hair & Make-up: Sarah Fox
Papeterie: Blattpapier
Ohrringe: Emma Katzka
Brautschuhe: ALDO
Bademantel: ANAELLE DESHABILLE
Hochzeitstorte: Tritt Käse
Kleid: Mery’s Couture & 2theMoon&Back
Anzug: Alferano
GoPro: Gopro-mieten.de

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